Gefühlswirrwarr
Wohin das nur alles führt? Heute habe ich erneut einen Termin beim Doktor. Von meinem Vater habe ich immer noch nichts gehört. Langsam bin ich nicht mehr versöhnlich gestimmt, sondern so verletzt wie früher. Das heisst Kampf, Angriff und Schmerz, falls wir jemals wieder aufeinander treffen sollten. Ich habe keine Lust mehr Verständnis zu haben. Keine Geduld mehr. Keinen Bock auf dieses ganze Theater. Ich mag nicht grossmütig sein, über allem stehen und alles begreiffen.
Ihr könnt mich alle mal!
Als ich zum Spezialist für Wirbelsäulen ging verschrieb er mir Antidepressiva. Er hat mich gesehen. Wie ich wirklich bin.
Ich hatte schon recht damit nie heiraten zu wollen.
Nebst meinen gesundheitlichen Problemen, die eher schwarze als rosige Aussichten zeichnen, gibt es nun auch noch in der Familie Knatsch.
Meine Familiensituation ist ja so schon kompliziert genug. Nun habe ich die Töchter meines Pflegevaters nicht eingeladen an die Hochzeit (d.h. ich wollte, aber wir haben aus Spargründen zusammengestrichen, und nur ans Apéro einladen war doof, da beide aus dem Ausland kommen, so habe ich sie gar nicht eingeladen). Nun möchte er sich auf die Seite seiner Töchter stellen und auch nicht kommen. Heute habe ich den Brief erhalten, eine knappe Woche vorher. - Super.
Für mich wäre das tragisch, denn ich liebe ihn sehr. Es verletzt mich, aber ich verstehe es auch. Jetzt muss ich unbedingt die eine Tochter erreichen vor der OP, um das mit ihr zu klären, denn die andere hat kaum ein Problem damit.
Ach es ist einfach zum sich alle Haare ausreissen!!!
Unterdessen bin ich schon fast froh, wenn ich wieder in eine Narkose fallen kann, dann ist alles so weit weg.
Ich glaube der Hochzeitstag ist für die wenigsten der schönste Tag im Leben, sondern für die meisten der stressigste Tag im Leben. Oder jedenfalls für mich. Wir hätten eben doch "im Versteckten" ohne niemanden heiraten sollen.
Ich bin traurig und verwirrt.
Der Arzt heute hat auch n icht positiv geklungen, weil bei der Auskratzung ebenfalls stark veränderte Zellen zum Vorschein kamen. D.h. dass das Gewebe bis weit hinein verändert ist. Wenn es nun immer noch nicht gut ist nach der nächsten Konisation, bzw. Resektion wie man das nennt, dann kann ich adieu sagen zu meiner Gebärmutter.
Das hat man davon, wenn man sich 27 Jahre nicht vorstellen kann Kinder zu haben. In den letzten drei Jahren hat sich dies verändert, aber pressiert hat's mir immer noch nicht. Jetzt ist dafür wahrscheinlich zu spät. Selber Schuld kann man da wohl nur sagen. Somit werde ich mindestens meinem Spruch gerecht, den ich als Teenager auf Lager hatte: Entweder habe ich Kinder mit 20, oder gar keine.
Also dann, - auf das Leben und dessen unergründliche Wege!
Manchmal habe ich es so satt!!!
Auf Anfrage von Sravana mache ich mich auf um endlich einml wieder etwas zu schreiben.
Es geht mir durchzogen.
Morgen muss ich mich einer Konisation unterziehen, da ich nun zum vierten Mal einen schlechten Abstrich hatte. Wie weit die bösen Zellen schon eingedrungen sind und wie agressiv sie sind, wird man erst nach der genauen Untersuchung des Gewebes nach der OP sagen können.
Diese Sache passt natürlich hervorragend ins Programm so drei Wochen vor der Hochzeit und zwei Wochen vor der EURO.
Aber natürlich geht es nicht nur darum ob es ins Programm passt oder nicht, sondern, dass ich genau vor einem Jahr meine Freundin an Krebs verloren habe. Es ist mir bewusst, dass dies nur eine Vorstufe von Krebs ist. Aber trotzdem. Natürlich ist es ebenfalls eine andere Art von Krebs. Dennoch macht es mir ehrlich gesagt ziemlich Angst.
Was noch dazukommt ist, dass ich mir so lange nicht vorstellen konnte Kinder zu haben. Mit meinem zukünftigen Mann könnte ich mir das aber doch einmal vorstellen. Falls nun doch mehr befallen wäre, als man mit der Konisation entfernen kann, dann müsste man ev. die Gebärmutter entfernen. Und dann ist aus mit Kindern. Obwohl ich mir das nie so vorgestellt habe, aber das schockt mich. Es nimmt mir die Möglichkeit weg. Plötzlich ahbe ich das Gefühl sofort Kinder kriegen zu müssen, weil es bald zu spät sein könnte. Ich kann das nicht recht beschreiben. Es scheint, als ob es so eine Art Panikreaktion ist.
In diesem ganzen Schlamassel fühle ich mich ziemlich einsam, denn mein Schatz hat wieder mit sich selbst genügend Kummer. Am Arbeitsplatz ist es immer noch schwierig für ihn und die zusätzliche Ausbildung raubt ihn den letzten Nerv. Er hat kaum Zeit und wenn, dann ist er genau wie ich angespannt und unruhig. Deshalb gehen wir uns des öfteren auf die Nerven. Wir merken schon, dass es an den stressigen Umständen liegt ud versöhnen uns jeweils wieder, doch ist es im Moment keine ruhige und erholsame Atmosphäre. Auch bei den Hochzeitsvorbereitungen kann er mir kaum behilflich sein. Wobei wir hoffentlich langsam so ziemlich alles beieinander haben sollten. Ausserdem erhält er immer noch viele Absagen auf seine Bewerbungen und das drückt zusätzlich auf sein Gemüt.
Die Zeiten sind nicht die rosigsten. Falls ich vor der Hochzeit noch einen schlechten Befund des Gewebes erhalte, weiss ich nicht wie es weitergehen soll.
Liebe Sravana, schön dass Du an mich denkst.
Ich hoffe, Euch geht es besser!!!
Jetzt war ich sogar einkaufen und gewaschen hab ich auch. Unglaublich. Heute Abend werden wir noch zur Probe in einem Restaurant essen, das wir im Auge haben für unsere Hochzeit.
Ich habe mich an die gleissende, helle Sonne gewagt, unter all die komisch glotzenden Erdenbürger. In ein Einkaufszentrum noch dazu! An einem Samstag!!! Das ist ine Höchstleistung für mich!
Jetzt bin ich weinerlich drauf, sowie nach einer unheimlichen. körperlichen Anstrengung, nach der man am Ende seiner Kräfte ist und nur aus Erschöpfung heult. Hoffentlich habe ich noch etwas Nerven übrig für heute Abend und das Essen. Unsere Beziehung leidet etwas unter meiner Schichtarbeit. Obwohl er momentan immer noch nicht wieder arbeitet. Im Februar soll er es mit 50% wieder versuchen. Aber ich zweifle den Erfolg an. Es scheint mir nicht, dass er sich erholt und immer noch glaube ich, dass er sein Burn-out unterschätzt.
Ich hör' schon die Sirenen, um 1430 ist es losgegangen...
Ich find grad einfach alles zum kotzen. Glaub ich versuch einfach zu schlafen, dann denk ich an nix.
So, heute ist es wieder so weit.
Eine Rememberparty mehr.
Ich möchte gehen
Aber:
- Bin schon so alt
- War schon so lange nicht mehr da
- Kenne keinen mehr ausser den Betreibern
- Bin nicht mehr so schlank wie damals
- Zum Anziehen hab ich nix Passendes (mehr)
- Werd immer schon so früh müde
- Wenn ich alleine gehe kann ich nicht mal was alkoholisches trinken
Mann bin ich eine Memme
Und dann heul ich wieder die halbe Nacht!!!
Ich bin echt selber schuld und geschieht mir recht, dass ich alt werde!
Es gibt keine guten Titel für diesen Text, oder aber vielleicht findet sich einer zum Schluss.
Vielleicht muss ich erst noch die Sache mit dem Heiraten klären nach meinem letzten, emotionalen Taxt über's "Nicht-Heiraten".
Natürlich war alles nicht so schlimm, natürlich haben wir noch einmal darüber gesprochen und natürlich haben wir uns wieder vertragen und werden auch heiraten. Wobei die Art und Weise irgendwie immer noch nicht feststeht. (Unglaulich nicht? Wie schwer man sich mit sowas tun kann, wo andere mal kurz heiraten. Aber naja.)
Nun will ich jetzt nicht irgendwie klischeehaft werden und es ist ja auch noch gar nicht der Zeitpunkt dafür. Aber die letzten Nächte sind mir einige Dinge durch den Kopf. Um erhlich zu sein immer etwa dieselben. Neben meinem Vater was das Folgendes:
Es ist ein lauer Morgen vor ein paar Jahren und ich sammle meine Sachen vom Fussboden eines jungen Mannes ein, mit dem ich gerade meinen damaligen Freund betrogen hatte. Ein One-Nightstand sozusagen. Um genau zu sein war es allerdings ein Two-Nightstand. Die First-Night lag allerdings auch schon ein paar Jahre zurück. Nach dieser ersten Nacht, damals, vor einigen Jahren davor, versuchte ich, - trotz innerer Intuition der Aussichtslosigkeit aus diesem One-Nightstand mehr zu machen. Er lehnte ab. Er lehnte nicht böshaftig ab, oder arrogant, auch nicht mitleidig, sondern mit sich selbst kämpfend. Womit er rang weiss ich nicht. Er meinte nur - soweit ich mich errinnern kann - dass es so ungefähr jetzt nicht die Zeit dafür wäre.
Nun gut, diese Ausrede habe ich auch schon benutzt in meinem Leben und ganz ehrlich gesagt war es dann auch jeweils so, dass ich den Grund der Ablehnung selbst nicht definieren konnte. Es stimmte einfach nicht. Aus diesem Grund nehme ich nun einmal an, dass es bei ihm auch so war.
Doch was wäre wenn?
Jajajajaaaaaaaa, eine doofe und überflüssige Frage. Schon klaaaar. Trotzdem kann ich aus irgendeinem Grund nicht aufhören darüber nachzudenken. Das kennt man ja manchmal nach einer zerbrochenen Beziehung, was wäre wenn wir es doch noch einmal versucht hätten... etc. pp. Aber irgendwie ist das hier anders.
Also: Hätten wir es versucht, was gut möglich in einer mittleren Katastrophe geendet hätte, so wäre ich aber doch zumindest nicht auf meine "Weltreise". Hätte das Geld nicht verprasst und mein Leben hätte eine andere Wendung genommen. Vielleicht hätte ich auch den Mann nicht kennengelernt mit dem ich die Reise gemacht habe. Oder wenn, dann hätte ich mich nicht auf ihn einlassen. Dann wiederum hätte ich aber ein paar bewusstseinerweiternde Erfahrungen nicht gemacht. Wie auch immer man das verstehen mag.
Eins ist ziemlich sicher. Ich hätte meine Tagebücher nicht verbrannt. Etwas, was ich bis heute bereue, denn damit lässt man nichts hinter sich.
Vielleicht wären wir dann auch heute nicht mehr Freunde. Wir hätten uns zerstritten, oder ich wäre schlussendlich doch dem Drang nach der weiten Welt erlegen, oder festgeklebt an dieser Stadt. Oder aber vielleicht hätten wir uns weiterbringen können???
Das war damals. Bei der First-Night.
Warum dann eine Zweite?
Ich habe keine Ahnung. Obwohl das auch gelogen ist. Denn ich habe schon eine Ahnung. Es ist ja nicht der Sex. Das Frauen Nähe suchen und dafür Sex im Tauschangebot haben, dass wissen wir nun glaube ich alle. Es ist diese Anziehungskraft. Dieses Flirren in der Luft wenn man sich begegnet, in der Nähe des Anderen ist, diese Wärme und Heftigkeit, gleichzeitig so unsicher aber wunderschön aufregend. Der Nervenkitzel der einem zum Leben erweckt. Es ist so etwas wie der Anfang des Verliebens wenn es sich noch aufhalten lässt, sofern man es sich bewusst ist. Natürlich hatte ich unterdessen auch darin etwas Übung erlangt. Und es ist die Veränderung in der Stimme, die der Partner aufschnappt, das im Hintergrund vorhandene, schlechte Gewissen, dass man etwas tut, einem Reiz erliegt, den man bekämpfen könnte, wenn man nur wollte.
Tja man mag mich verurteilen für das was ich getan habe, das habe ich selbst auch lange. Es hat mir viel Leid gebracht und vor allem meiner Beziehung und meinem damaligen Freund. Ich konnte nicht einmal erklären wie es dazu kam und ich weiss auch heute (nicht) mehr. Es war NICHT Alkohol. Jedenfalls nicht bei mir. Und mit meinem Two-Nightstanbd habe ich nie darüber gesprochen, obwohl wir uns wieder begegnet sind. Oft habe ich mich gefragt weshalb ich das getan habe. Und es gibt heute nur eine Antwort darauf. Weil es richtig war. Weil es so sein sollte. Und nicht zuletzt, weil dieser Mensch auf eine seltsame Art und Weise etwas Spezielles ist. Er hat mir und meinem Freund etwas geschenkt. Das klingt jetzt komisch, aber es war das Leid. Er schenkte uns das Leid - woraus früher oder später meine Erkenntniss entstand, dass ich diese Beziehung über diese Distanz nicht mehr führen konnte. Die Erkenntniss, dass ich mich unendlich nach Nähe und Geborgenheit sehnte, die ich nur in meiner unmittelbaren Umgebung finden konnte.
Das ist ein Teil der Geschichte.
Der andere ist erneut:
Was wäre wenn?
Jajaaaa, blabla, unnötig etc.
Und dennoch, was wäre gewesen, wäre ich nicht einfach gegangen?
Warum habe ich mich weggeschlichen?
Habe ich uns somit einfach einen peinlichen Moment erspart?
Warum muss er peinlich sein?
War es nicht so, dass ich mich nach dieser Nähe gesehnt habe, so wie das erste Mal und Angst hatte ein zweites Mal verletzt zu werden? War er nicht froh es nicht tun zu müssen? Oder aber war es für ihn noch von früher völlig klar? (Obwohl seien wir ehrlich, sich Männer wohl kaum VOR dem Sex etwas überlegen!!! - Bin ich eigentlich männerfeindlich? Diese Frage ist NICHT sarkastisch gemeint!) Oder aber wäre es auch einfach ganz anders gekommen, wenn ich geblieben wäre?
Und warum interessiert mich das so nur gerade bei diesem einen Menschen? Es gibt da ja noch einige andere solcher Mörgen in meinem Leben, wobei jedoch keiner auch nur annähernd so spannend ist/war. Warum taucht dieser Mensch immer wieder auf?
Loslassen ist eines meiner Probleme, das ist mir schon klar. Aber so eine "alte" Situation, über die ich jahrelang nicht mehr nachgedacht habe kommt mir nun jeden Abend in den Sinn. Was soll das blos? Es ist wie wenn jemand ständig an einer Verbindungsschnur zwischen mir und diesem Menschen reisst, daran herumzerrt und mich somit an ihn errinnert. Das ist unangenehm, zumal ich nicht weiss, was ich damit anfangen soll.
Sehne ich mich einfach nach einem Flirren in der Luft? Nach diesem speziellen Flirren in der Luft? Nach einem Kick?
Es ist schon so, dass es nicht mehr besonders spannend ist in einer längeren Beziehung und unverbindlicher Sex fällt mir viel leichter, als wenn ich den Menschen liebe und für ihn auch noch etwas anderes darstellen muss. Um ganz ehrlich zu sein ist Sex an und für sich ein schwieriges Thema. Je unverbindlicher desto einfacher. Und es ist auch nicht der Sex, der das Ganze ausmacht, sondern eben wie ich oben schon beschrieben habe, das Ganze drumherum. Kämpfe ich denn nur gegen meine eigenen Dämonen? Besser jedenfalls ich denke über Vergangenes nach, als dass ich mir Gegenwärtiges anlache. In letzter Zeit auch mit der ganzen Heiratsdiskussion verspührte ich schon einen gewissen Freiheitsdrang, wie das bei mir so üblich ist, wenn ein Mann mir näher kommt als mir lieb ist. Ich glaube das alles so langsam geht mit meinem Freund, hat schon seine Richtigkeit, denn ansonsten wäre ich schon lange abgehauen.
Ich habe wirklich genügend Erfahrungen sammeln dürfen, die ich hier nicht ausbreiten möchte, denn ich habe das Gefühl, dass Frauen bis heute das nicht dürfen. Männer sind Helden und Frauen Schlampen. Darüber habe ich übrigens auch viel nachgedacht in den letzten Nächten.
Weshalb hatte ich so "extreme" Zeiten? Ich hatte auch ruhige Zeiten und längere Beziehungen, aber wenn ich mich manchmal mit anderen etwas intimer unterhalte und davon ausgehe, dass die Zahlen, die sie nennen der Wahrheit entsprechen, dann ist das irgendwie seltsam. Ich lüge dann jeweils lieber um meines Rufes Willen! Zum Glück bin ich ab und zu umgezogen, so haben nie alle alles mitbekommen. Und meinem Freund das erzählen... Unmöglich!!! Wahrscheinlich würde er mich gar nicht mehr heiraten wollen. Diesen Fehler habe ich einmal bei einem Partner gemacht, weil ich dachte über alles reden sei sinnvoll... Jajaaaaaa... Da hab' ich aber auch was gelernt!!! Quatsch ist das sinnvoll! Erzähle nie deinem Freund wieviele Lover du schon hattest, es könnten mehr sein, als er Frauen hatte! Und dann gut' Nacht!!!
Es ist nicht so, dass ich nun auf dem Internet nach solchen Auskünften suchen würde, deshalb wird mir auch kaum jemand helfen können, da eh kaum jemand meinen Blog liest. Aber ich meine was ist denn normal? Durchschnitt? Wieviele Männer darf man denn als 30-jährige schon im Bett (oder anderswo) gehabt haben? Und wieviele Frauen haben denn tatsächlich Orgasmen beim Sex ohne selbst nachzuhelfen? Gibt es tatsächlich Nymphomaninnen die nicht nur viel Sex und Spass daran haben, sonder auch noch jedesmal befriedigt werden dabei? Oder gibt es die vielleicht doch nur in Pornos? Das ist eine fremde Welt für mich, denn ich kenne das nicht. Für mich ist Sex hauptsächlich ein Tauschgeschäft. Es war spannend, solange es unverbindlich und neu war. Jedesmal ist es ja schliesslich so, wie wen man eine Wundertüte auspacken würde. Vielleicht ist es eine völlige Niete, vielleicht aber auch ein unterhaltsamer Inhalt. Aber sobald er mit Liebe verbunden war/ist, dann ist es etwas Anstrengendes. Um nicht zu sagen etwas Mühsames. Es hat nichts Leichtes mehr sondern trägt so viel Verpflichtung. Es ist schon so, dass ich mich hauptsächlich sexy fühlen kann beim erobern, beim flirten, bei etwas Verbotenem und Unverbindlichen. Dies ist in einer Beziehung kaum der Fall. Wenn ich jemanden danach nie mehr wieder ansehen muss, dann ist es auch einfacher Dinge auszuprobieren. Es ist weniger peinlich, denn ich lasse mir den Ausweg, diesem Menschen nie wieder zu begegnen. Das macht alles einfach. Aber in einer Beziehung? Sich lächerlich machen? Und dabei vielleicht dem anderen schlussendlich nicht einmal das bieten können, was er sich erhofft? Das macht mir Angst.
Es ist tragisch, aber ich fange an zu verstehen, weshalb Frauen darüber hinwegsehen, wenn ihre Männer fremd- oder ins Puff gehen. Diese Einblicke will ich gar nicht. Ich will es nicht wissen und ich will selber nicht so sein/werden. Und doch schaffe ich es nicht aktiv etwas zu verändern. Obwohl ich weiss, dass ich es sollte. Mir und ihm zuliebe. Wenn ich zurückdenke gibt es schliesslich schon üble Kerle, bei denen ich mich wirklich fragen muss: "Wie konnte ich nur?"
Eigentlich brauche ich ja auch keine weiteren Erfahrungen. Ich weiss was mich glücklich macht und was ich will. Nur im Bereich des Sex habe ich keine Ahnung. Auch wenn man heute darüber spricht und sich die 15-jährigen wie billige Nutten anziehen, so habe ich jedenfalls nichts richtig über dieses Thema gelernt. Und ich glaube die jetzige Jugend noch viel weniger. Für Männer ist es doch viel einfacher, oder nicht?
Ich will nicht, dass es mich weggreisst von meinem Partner. Dass nur für ein bisschen Nervenkitzel alles anders wird. Diesmal will ich es richtig machen. Ich weiss, dass es keinen Besseren gibt.
- - - Und dennoch sehne ich mich nach irgendeiner Art von Abenteuer!!! Nach Bestätigung und Spass. Nach Leichtigkeit und Oberflächlichkeit. Nur eine kurze Weile. Ich habe vergessen wie es geht.....
Was wird nur aus mir???
Und die zentrale Frage bleibt, falls man sie vergessen hätte unterdessen bei diesen Unmengen an Text:
Was wäre wenn...???
Ich kann nicht schlafen.
Nun, das allein ist nicht besonders spektakulär.
Da ich einige Nächte nicht mehr richtig, oder gar nicht geschlafen habe, muss ich nun endlich möglichst alles aus mir herausbringen. Ob es verschallt im unendlichen Äther, ob es irgendeine Wirkung zeigt, so wie der wohlbekannte Schmetterlingsflügelschlag, - das ist mir momentan ziemlich egal. Es muss einfach raus.
Da ich es meist nicht geordnet schaffe, so mache ich es gleich im Chaosstil. Das wird vermutlich ein langer Text. Wer sich dazu aufmacht, sollte sich besser vorher etwas zu trinken holen, die Chips griffbereit halten oder noch die Toilette besuchen.
Nachtrag: Ich hab's doch versucht mit der Gliederung...
Ich hab' so die Schnauze voll!!! Seit wir über's heiraten sprechen streiten wir uns nur noch. Der Hauptgrund scheint dabei zu sein, dass es zu teuer ist (Fest/Verwandte etc.) abgesehen davon, dass wir keine Ahnung haben wie wir so etwas gestalten sollen, ohne jemanden zu benachteiligen, bzw. ohne dass sich jemand benachteiligt fühlt.
Wir waren an der Big Love Hochzeitsausstellung in Wollerau, was wirklich schön war. Endlich haben wir mal wieder was zusammen unternommen. Ich habe mich darüber gefreut, - und er meinte nur ich solle nicht so "überstellig" sein wegen der Hochzeit. Ja er fand sogar meine Anhänglichkeit übertrieben. Dabei ist er ja sonst so anhänglich. Ausserdem hatte es nichts mit der Hochzeit zu tun, sondern weil ich es einfach schön fand mit ihm durch diese Ausstellung zu schlendern. Und seien wir mal ehrlich... Welche Frau träumt nicht davon in weiss ein schönes Hochzeitsfest im Kreise der Lieben zu feiern??? Jajaaaaa, das hätte ich mir auch lange nicht vorstellen können, aber doch so in einer kleinen, geheimen Ecke......
Und jetzt hab' ich es endgültig satt. Entweder Konkubinatsvertrag oder Heirat ohne irgendwelche Zeugen ausser den Trauzeugen und eine Dosenöffnungslasche als Ehering. Scheiss auf Symbolik, Tiefsinn etc. Männer verstehen davon sowieso nichts! Geld hab' ich eh nicht und werde nie welches haben also vergessen wir den ganzen Zauber mit Fest, Essen, Hochzeitskleid, Ehering usw. und machen wir das Ganze auf meinem Niveau. Nämlich gar nicht. Er hat schon recht, denn schliesslich wäre es sein Geld. Und er würde es lieber in den Sarg mitnehmen und unbequem liegen!!! Es ist nicht so, dass ich es gar nicht verstehe. Schliesslich hat er ja nur genügend Geld weil er so darauf sitzt, und ich eben nicht. Aber das Leben ist zu kurz für sowas. Oder mindestens meins.
Doch Liebe braucht doch eigentlich das alles gar nicht!? Waren wir denn vorher nicht glücklich? Es geht doch nur darum, die gesetzlichen Dinge zu regeln wegen des Hauses. Am Besten wäre es, wenn er das Ganze übernimmt, dann ist es so, wie es eigentlich ist. Ich kann einfach nicht mehr und will mich nicht mehr streiten. Wir lieben uns doch!