Familie

Montag, 26. November 2007

Mein Vater

So vieles hätte ich Dir zu sagen.
Du bist auf der Suche, ein Workaholic
Auf der Flucht vor Dir selber
Irgendetwas ist faul mit Dir - mit der ganzen Sache
Du schreibst Dir immer auf die Fahne andere retten zu wollen
Doch kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, Du wartest dabei nur selbst auf Deine Rettung
Du bist verzweifelt
Findest keine Ruhe
Wiederholst Deine Fehler, läufst im Kreis
Du verlierst alle und alles
Was soll ich tun?
Die Wahrheit willst Du nicht hören
Die anderen ziehen sich zurück
Ich will nicht
Ich will Dich retten
Will Dich auf den richtigen Weg bringen
Doch dann wäre ich so wie Du
Und ich muss doch mit GUTEM Beispiel vorangehen
Es anders machen
Ich muss anders sein, und bin es doch nicht

Was wir ausserhalb von uns sehen, das tragen wir uns
Unsere Umwelt ist ein Spiegel unserer selbst
Mein Vater
Ich verstehe Dich, dass DU Angst vor Dir hast,
Denn Du siehst nur Krieg, Angst, Verzweiflung, Demütigung, Schmerz und Hilfslosigkeit
Das muss furchtbar sein
Es muss angsteinflössend sein
Es muss zerstörerisch sein
Warum nur siehst Du die anderen Dinge nicht?
Warum hat man immer das Gefühl bei Dir nur eine Decke über Fürchterliches zu legen, wenn man belanglos mit Dir spricht?
Bin ICH das?
Ist es mein Empfinden?
Habe ich Angst?

Immer wieder erinnere ich mich an meine Rückführung
An meine Lebensaufgabe mit Dir - mit Euch - meinen Eltern

Selbstbestimmung und grenzenlose Liebe

Hätte es nicht auch etwas Einfacheres sein können?
Kann ich es umtauschen?
Wo ist der Kundendienst?
Welche Nummer kann ich anrufen?
Ich will es nicht mehr.
Oder vielleicht ist es kaputt?
Wo ist die Werkstatt?
Ich liebe Euch, das ist nicht das Problem
Aber Euch Euch selbst zu überlassen und in und mit all Euren Fehlern zu Lieben, ohne eine Veränderung zu wollen/hoffen/fordern/wünschen...
Das ist so unendlich schwer
Ich versuche es
Aber dennoch stelle ich mir stundenlang vor des nachts wie ich Euch die Meinung sage
Wie wir uns streiten
Und nichts von der Liebe übrigbleibt, nur Schutt und Asche - Verletzung
Ich habe solche Angst vor mir
Dass ich es nicht schaffe
Die Aufgabe nicht lösen kann
Nicht ruhig sein kann
Nicht akzeptieren kann
Ich will es schaffen, ich habe mir das ausgesucht!
Und zudem noch diese grosse Hilfe erhalten
Wer kann schon sagen, dass er seine Bestimmung kennt?
Wer weiss schon genau, was er mit den Seelen, die seine Eltern sind ausgemacht hat, bevor sie geboren wurden?
Was habe ich für ein Glück!
Und doch ist es so schwer zu tragen!
Ich verstehe den Sinn nicht
Den Sinn Deines Strebens DEINER Gerechtigkeit
Niemand teilt Deine Meinung, mein Vater
Alle drehen sich weg
Doch das spornt Dich nur noch mehr an
Widerspruch treibt Dich an
Je mehr Du gegen Dich hast, desto besser
Ich habe Angst um Dich
Ich wünsche Dir so sehr die Erlösung Deiner Seelenqualen

- - - oder wünsche ich mir doch nur die Erlösung meiner Eigenen???

Samstag, 29. September 2007

Stolz

Kurzes E-Mail von meinem Mami. Sie ist stolz, dass ich es geschafft habe. Sie meint ich sei stark. Warum weine ich dann schon wieder?
Es ist mir egal ob sie stolz ist oder nicht. Ich möchte nur ihre Liebe.
Wie soll ich blos mit ihr umgehen? Höflichkeit der Höflichkeit Willen liegt mir einfach nicht. Ich weiss es nicht. Ich weiss nicht was ich tun soll.
Ich habe ihr kurz geantwortet und mich für die guten Wünsche bedankt und geschrieben, dass ich hoffe, dass es ihnen gut geht. Was soll ich mehr? Erst wollte ich noch schreiben, dass ich nicht weiss, wie ich mich verhalten soll. Aber das wirbelt nur alles wieder auf. Und dennoch würde ich ihr gerne sagen, dass ich momentan am liebsten keinen Kontakt hätte.
Ach Scheisse. Ich weiss doch auch nicht.

Sonntag, 23. September 2007

Familie

Warum ist Familie so etwas schwieriges? Zumindest bei mir? Ich habe das Gefühl, dass mein Vater zwischen manischen Phasen schwankt von Überaktivität und Depression. Ausserdem bewegt er sich am Rande des Verfolgungswahns, der ihm keiner ausreden kann. Zudem verschreibt er sich einer Verfolgung von jemandem, der Aufdeckung von Missbrauch, den aber das Opfer (falls es so ist) gar nicht will. Ich glaube, dass er etwas kompensiert, was er an seinem Peiniger oder Peinigerin nicht mehr auslassen kann. Er sucht Gerechtigkeit die es nicht mehr gibt, denn es ist zu spät.

Meine Mutter hingegen will keine Verantwortung übernehmen. Sie will sich wede kümmern müssen, noch mit sich selbst auseinendersetzen müssen. Warum sie seit Jahren in eine Selbsthilfegruppe geht weiss ich nicht. Denn ich habe nicht den Eindruck, dass sich etwas verändert hat. Alle anderen sind Schuld an ihrem missratenen Leben und ihrem Unglück. Sie hat keine Kraft auszubrechen und sie hat Angst vor mir, weil ich sie konfrontiere.
Ich kann nicht oberflächlich mit ihr zusammen sein. Denn das macht mich nicht glücklich. es gibt mir nichts. Ist es dann ok, wenn ich sie nicht mehr sehen will? Ich meine ich will sie schon sehen, aber als Mami, nicht als Pflicht in ihrer Agenda um den Schein zu wahren, ihren Pflichten nachzugehen. Ein Häckchen, dass man dann setzen kann. Darf ich das für uns beide entscheiden? Kein Kontakt? Oder ist das Erpressung im Sinne: Entweder Du machst es so wie ich will, oder wir sehen uns nicht mehr?
Aber wenn es mich doch unglücklich macht? Wenn es mich traurig und wütend macht? Wenn es oft im Desaster endet? Ist es dann nicht besser? Und einfacher? Sie will es ja auch einfach. Oberflächlich. Aber ich finde, dass ist ein grosser Kraftakt. Und ich bin sicher, nicht nur von meiner Seite. Ich habe genug davon. Ich mag nicht mehr. Wir sind ein Fleisch und Blut, doch unsere Seelen haben sich nicht mehr viel zu sagen. Meine Liebe für sie wird ewig sein, aber ich schaffe einen solchen Umgang nicht. Ich wünsche ihr alles Gute in ihrem gewählten Weg.

Auch meinem Vater wünsche ich alles Gute. Ich habe Angst, dass er sich verletzen wird, erneut gegen eine Wand laufen wird. Der Kampf ist aussichtslos. Und dennoch will er sich den Kopf stossen.

Was waren das für Lebensaufgaben, die mir offenbahrt wurden in der Rückführung?

Mami: Bedingungslose Liebe
Papi: Jeder ist für sein eigenes Leben verantwortlich

Ja wie passend. Doch wie soll man das umsetzen?

Mindestens tut vieles nicht mehr so stark und so lange weh wie früher. Es klingt schneller ab. Nicht dass es geheilt ist desswegen. Aber es ist weniger spührbar. Und doch würde ich es gerne auflösen. Mir zuliebe.

Montag, 3. September 2007

Oberfläche

Nur Geplapper. Über's Wetter. Wann sie geht. Mach's gut. Eigentlich will ich gar nicht mit Dir reden, nur leider hast Du das Telefon bei meinen Grosseltern abgenommen. Ach hättest Du mich doch nie zur Welt gebracht. Ach hättest Du es uns doch erspart! So wie ich es getan habe. Und ja - eine Abtreibung ist einfacher als ein Leben lang in ein Gesicht zu sehen. Ich habe den einfacheren Weg gewählt. Hat es mich etwas gekostet? Musste ich mich damit auseinandersetzen? Musste ich mich mehrere Male verabschieden? Entschuldigen? Zwiegespräche mit einem nicht existierenden Wesen/Leben führen? Mir selbst vergeben? Den Schmerz über das Unvermögen und die Entscheidung über ein Leben akzeptieren und damit leben lernen? -
Ja
All das musste ich tun. Aber ich musste es eben TUN!

Mach was Du willst. Am Besten nichts. Das kannst Du gut. Es tut mir leid. Der Hass wird stärker. Ich brauche einen Schutz. Du tust mir so weh. Ich will nicht an Dich denken. Nichts von Dir hören. Du bist geflüchtet nach Deutschland. Bleib dort und lass mich in Ruhe.
Aber ich liebe Dich doch... Manchmal wünschte ich, ich täte es nicht. Mir fehlt die Kraft.
Leb wohl - Mami
Komm gut nach Hause und lebe Dein Leben so wie Du willst.
Ohne mich

Aktuelle Beiträge

Danke liebe Lexx.
Danke liebe Lexx.
deer - 24. Jun, 19:19
Lieber Deer, ich wünsche...
Lieber Deer, ich wünsche auch Dir Seelenruhe und...
Lexx77 - 24. Jun, 17:41
Liebe Hexamore, herzlichen...
Liebe Hexamore, herzlichen Dank für die Umarmung....
Lexx77 - 24. Jun, 17:40
Liebe Lexx, alles kann...
Liebe Lexx, alles kann heilen: die Seele und auch der...
deer - 24. Jun, 12:35
vielleicht musst du zuerst...
vielleicht musst du zuerst mal wieder zur ruhe kommen...
hexamore - 24. Jun, 10:37

Archiv

Juli 2008
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 
 
 
 

Suche

 


Arbeit
Belangloses
Beziehung
Blog
Familie
Fragen
Freunde
Gefühlswirrwarr
Gesundheit
Haus
Politik
Sonstiger Blödsinn
Uneinordnungsbar
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren