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Beziehung

Montag, 25. August 2008

Die Liebe

Sich ewige Liebe wünschend
zusammen in der Natur
Eng umschlungen im andern versinkend
Halt und Geborgenheit pur

Im Wasser sich spiegelnd
das vollkommene Glück spühren
Sich gemeinsam auf dem Ast wiegelnd
zärtlich berühren

Die Nähe zum anderen geniessen
im Wunsch die Zeit anzuhalten
doch leider muss weiter sie fliessen
während wir die Hände falten

Ein kurzes Stossgebet
gegen Himmel wir senden
auf das Gott uns versteht
lass es mit uns zwei so bewenden

Wir haben das Glück gefunden
ineinander, wir zwei
bitte schenk uns viele gemeinsame Stunden
der Rest ist uns einerlei

Der Himmel und mein Mann

Heute ist ein verhangener Tag. Der HImmel ist grau, aber es regnet nicht. Trotz grossem Vorsatz kann ich mich nicht richtig aufraffen den Rasen zu mähen. Aber ich werd es müssen.
Nach dem Beitrag, bzw. der Lektüre des letzten Eintrags bei "Alltagslust - Alltaggsfrust" ist mir so richtig klar geworden, was mein Mann jetzt auch braucht. Nicht nur jetzt, sondern immer. Ich habe so klar und deutlich diese Nörglerei gesehen, in der ich auch Weltmeisterin bin. Aber das will ich gar nicht. Und so viel stört mich auch gar nicht (wirklich). Keine Ahnung warum Frauen immer so herumnörgeln und jammern müssen. Liegt vielleicht in den Genen. Jedenfalls ist mir da aufgefallen wie ich auf keinen Fall sein will, und wie elend sich das Gegenüber fühlen muss, wenn man es immer so kritisiert und ihm nichts zutraut.
Ich habe einen wundervollen Mann den ich über alles Liebe und den ich auf der ganzen Linie unterstützen möchte. Ich möchte ihm so viel wie möglich abnehmen und in seinen Bereichen, die ihm wichtig sind, ihm so viel wie möglich zutrauen. Scheitern ist kein Problem, denn es gibt immer andere Wege. Auch wenn er das momentan nicht so sieht, so wird er es lernen, falls es einmal dazu kommen sollte. Ich glaube daran, dass er jede Situation irgendwie meistern wird, so wie auch wir zusammen das tun und jeder in seinem eigenen Leben.
Das musste mal gesagt werden.
Er gibt sich so grosse Mühe, sowohl in der Arbeit, als auch bei der Ausbildung und in unserer Beziehung. Er nimmt Kritik immer an und versucht sie bestmöglichst umzusetzen. Was kann man sich mehr wünschen? Er ist einfach wundervoll!

Montag, 18. August 2008

Zerreissprobe

Mein Mann versucht immer noch diese Ausbildung zu Ende zu bringen. Er verzwifelt fast daran, hat kaum noch Nerven, ist völlig am Ende. Helfen kann ich ihm kaum. Trotz allem Verständnis verletzt es mich, wenn er keine zwei Stunden findet in den nächsten 2 Monaten um unsere Flitterwochen zu planen. Ich bin traurig und enttäuscht.
Auch ich schlafe schlecht in den letzten Tagen/Nächten, sitze stundenlang vor dem Fenster oder stehe auf der Veranda und schaue den vorbeiziehenden Wolken und dem fast vollen Mond zu. Ich liebe das Mondlicht. Es hat eine spezielle Kraft die ich schon immer fühlen konnte. Etwas ganz anderes als die Sonne. Weich und stark, es umschmeichelt einem und hat etwas Tiefgründiges, Unheimliches und unendlich Kraftvolles. Etwas, dem nicht alle standhalten, doch auch etwas, das nicht alle wahrnehmen. Ich bin keine Hexe und bete den Mond an, aber ich verstehe diese dunklen Kulte und die vielen Rituale die bei Mondlicht durchgeführt werden (müssen). Diese Atmosphäre die in einer hellen Mondnacht mit ein paar vorbeiziehenden Wolken entstehen kann in der Natur, wenn alles schimmert und in dieses weiche, silbrige Licht getaucht ist. Als ob eine kleine Lampe am Himmel erstrahlt und einem ein wenig Licht spendet, wenn vielleicht noch einige kleine Dunstfetzen über die Hügel schweifen oder sogar Nebelschwaden vom Tal heraufziehen und der Mond sie wie ein Meer erstrahlen lässt, die wabernden Bewegungen aufnimmt und jedes Wassertröpfchen erleuchtet, dann erstarre ich vor Ehrfurcht. Es raubt mir den Atem und lässt mich erahnen welche Kraft man aus diesem Licht schöpfen kann. Die Sonne verbrennt mich. Darum liebe ich den Mond, den er streichelt mich zärtlich.

Donnerstag, 6. Dezember 2007

Wie weiter?

Seit Wochen ist mein Schatz völlig im Stress beruflich. Seit langer Zeit unzufrieden. Vielleicht auch etwas überfordert? Dann noch zusätzlich die Schule 2x die Woche am Abend. Ich versuche ihn zu unterstützen, aber irgendwie gelingt es nicht recht. Seit zwei Wochen ist er nun auch noch krank und geht trotzdem immer arbeiten, fällt jeden Abend z.T. schon um 1800 völlig tot ins Bett und ich weiss langsam gar nicht mehr was ich machen soll. Nächste Woche die ich frei habe wollte er auch frei machen. Nun ist aber eine Mitarbeiterin verunfallt und 2 Monate nicht da. Jetzt kann er nicht weg und die paar Tage fallen auch weg. Ausserdem ist er meist auch noch am Wochenende arbeiten gegangen. Diesen Samstag hat er wieder Schule den ganzen Tag.
Natürlich habe ich ihn schon verschiedentlich darauf angesprochen und ihm auch gesagt, dass mir Geld nichts bedeutet. Dass ich nur möchte, dass wir Zeit zusammen haben, er glücklich ist, dann bin ich auch glücklich. Doch setzt sich selbst immer unter einen immensen Druck. Er meint viel Geld verdienen zu müssen, falls wir mal eine Familie gründen möchten. Da dies aber in den nächsten 3 Jahren sowieso nicht der Fall sein wird, weiss ich nicht so genau weshalb er sich selbst diesen Druck macht. Es kommt mir so vor, als meine er, dass er nichts Wert sei, wenn er weniger verdienen würde. Ich versuche ihm zu sagen, dass er in eine Berufsberatung gehen soll und etwas finden soll, dass er gerne tut, woran er Freude hat und es ihn glücklich macht. Nach vielen Gesprächen regt sich jetzt glaube ich langsam etwas. Ich finde es schade, wenn er seine Kräfte verschwendet an eine Schule, die er eigentlich gar nicht machen möchte und für einen Job, der in totunglücklich macht.

Ich hoffe sehr, dass das alles bald wieder etwas besser wird. Ich vermisse ihn, seine Nähe und die Zeit mit ihm.

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