Dienstag, 27. Mai 2008

Das Leben

Auf Anfrage von Sravana mache ich mich auf um endlich einml wieder etwas zu schreiben.

Es geht mir durchzogen.

Morgen muss ich mich einer Konisation unterziehen, da ich nun zum vierten Mal einen schlechten Abstrich hatte. Wie weit die bösen Zellen schon eingedrungen sind und wie agressiv sie sind, wird man erst nach der genauen Untersuchung des Gewebes nach der OP sagen können.

Diese Sache passt natürlich hervorragend ins Programm so drei Wochen vor der Hochzeit und zwei Wochen vor der EURO.
Aber natürlich geht es nicht nur darum ob es ins Programm passt oder nicht, sondern, dass ich genau vor einem Jahr meine Freundin an Krebs verloren habe. Es ist mir bewusst, dass dies nur eine Vorstufe von Krebs ist. Aber trotzdem. Natürlich ist es ebenfalls eine andere Art von Krebs. Dennoch macht es mir ehrlich gesagt ziemlich Angst.
Was noch dazukommt ist, dass ich mir so lange nicht vorstellen konnte Kinder zu haben. Mit meinem zukünftigen Mann könnte ich mir das aber doch einmal vorstellen. Falls nun doch mehr befallen wäre, als man mit der Konisation entfernen kann, dann müsste man ev. die Gebärmutter entfernen. Und dann ist aus mit Kindern. Obwohl ich mir das nie so vorgestellt habe, aber das schockt mich. Es nimmt mir die Möglichkeit weg. Plötzlich ahbe ich das Gefühl sofort Kinder kriegen zu müssen, weil es bald zu spät sein könnte. Ich kann das nicht recht beschreiben. Es scheint, als ob es so eine Art Panikreaktion ist.

In diesem ganzen Schlamassel fühle ich mich ziemlich einsam, denn mein Schatz hat wieder mit sich selbst genügend Kummer. Am Arbeitsplatz ist es immer noch schwierig für ihn und die zusätzliche Ausbildung raubt ihn den letzten Nerv. Er hat kaum Zeit und wenn, dann ist er genau wie ich angespannt und unruhig. Deshalb gehen wir uns des öfteren auf die Nerven. Wir merken schon, dass es an den stressigen Umständen liegt ud versöhnen uns jeweils wieder, doch ist es im Moment keine ruhige und erholsame Atmosphäre. Auch bei den Hochzeitsvorbereitungen kann er mir kaum behilflich sein. Wobei wir hoffentlich langsam so ziemlich alles beieinander haben sollten. Ausserdem erhält er immer noch viele Absagen auf seine Bewerbungen und das drückt zusätzlich auf sein Gemüt.

Die Zeiten sind nicht die rosigsten. Falls ich vor der Hochzeit noch einen schlechten Befund des Gewebes erhalte, weiss ich nicht wie es weitergehen soll.

Liebe Sravana, schön dass Du an mich denkst.

Ich hoffe, Euch geht es besser!!!

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