Kaputt
Ich bin ein kaputter Mensch. Seit ich denken kann ist kein "normaler" Sex möglich. Seit ich mich erinnern kann hatte ich immer Angst, war voller Scham und Ekelgefühlen. Als Teenager dachte ich es läge an der Entwicklung. Dann hatte ich Vermutungen aber keine Erinnerung. Danach habe ich es vergessen. Nicht mehr darüber nachgedacht. Immer wieder haben mich schwarze Löcher, Depressionen und Angstzustände verschlungen. An ein gesundes Selbstwertgefühl war nie zu denken. Nun habe ich zum ersten Mal meine Vermutung laut geäussert. Weil er es einfach nicht verstanden hat, all die Andeutungen, alles was zwischen den Zeilen stand. Aber er muss es verstehen. Denn Nähe ist momentan nicht möglich. Jeden Abend weine ich - grundlos. Berührungen sind schwierig und am Liebsten würde ich weglaufen. Mich verkriechen. Wie immer. Doch ich habe es ihm erklärt. Ich habe gesagt, dass sich mein Leben immer wieder ungefähr so anfühlt:
Ich stehe auf einer Felsklippe in einer Umgebung, in der nur Felsen zu sehen sind. Es ist grau um mich herum und kalt. Vor mir öffnet sich ein unendlicher Abgrund. Ich sehe kein Ende, sondern nur, dass er tiefschwarz wird. Je länger ich nach unten sehe umso schwindliger wird mir und es scheint, als ob die Schwärze mir entgegenkommt. Ein eisiger Wind weht und zerrt an mir. Er lässt mich erschauern. Ich bin ganz alleine und fühle mich unenedlich einsam, traurig und hilflos. Das Schwarz kommt, es hüllt mich ein und ich weiss nicht ob ich falle, oder immer noch auf der Klippe stehe... Und dieser Fall dauert ewig... Tagelang.
Im Moment kann ich am Tag noch normal funktionieren. Doch jeden Abend, wenn ich ins Bett liege, oder schon auf dem Sofa, beginnt dieser innere Schmerz. Er zerfrisst mich und ich beginne zu weinen. Er schüttelt mich bis ich vor Erschöpfung einschlafe. Ich kann es nicht erklären, kenne weder den Grund noch ein Argument dafür, und kann auch nicht aufhören. Der Abgrund scheint dann so verlockend...
Wie schwierig muss das für einen Partner sein? Ich möchte weg, ihn damit nicht belasten, ihm nicht dasselbe hilflose Gefühl geben. Mir selber möchte ich diese Blösse nicht geben und einfach alleine sein. Ganz alleine. Ich schaff das schon. So war es schon immer. Mein Leben. Grausam und einsam.
Ich will es versuchen, will ihm die Möglichkeit geben für mich dazusein. Doch kann ich das? Habe ich nicht zu grosse Angst? Angst dass er mich verlässt, weil ich so schwierig und kompliziert bin? Was für schöne und harmlose Ausdrücke - weil ich so krank bin! Jedes Mal hatte ich Angst vor der Enttäuschung, dass der Andere dem nicht gewachsen ist. Ich weiss es ja von mir selbst nicht einmal. Nur habe ich es schon oft durchlebt. Ein Partner kennt das (meist) nicht. Wer könnte so etwas verstehen, wenn er es nie selbst erlebt hat? Auch ich könnte das nicht. Wer will mit so einer Person sein Leben verbringen? Jeden Abend trösten müssen, keine Nähe und keinen Sex dafür erhalten und keine Ahnung haben worum es geht und wie es heilbar ist? Falls es jemals zu heilen ist... ??? Männer brauchen etwas anderes und genau das macht mir so unendlich Angst. Aber ich verstehe es. Und weil ich es unterdessen verstehe habe ich es mit der Zeit als besser angesehen, wenn ich mich zurückziehe. Den Partner verlasse und ihn nicht mehr an Zeit und Kraft zu berauben als nötig. Früher oder später würde er sowieso aufgeben. Vielleicht habe ich auch schon aufgegeben und versuche nur mich mit meiner kaputten Existenz irgendwie zu arrangieren. Von Phase zu Phase hangeln und dabei möglichst die Tiefen überleben. Doch manchmal erscheint es mir sinnlos, denn es hört nie auf und der Schmerz ist allumfassend, abgrundtief und für mich unergründlich. Wenn ich nur wüsste was dahinter steht. Ginge es mir dann wirklich besser? Es ist doch nicht möglich, dass ich mich GAR nicht erinnere!!!?!!! Es ist nicht möglich... Ich mag nicht mehr...
Ich möchte einfach nur glücklich sein! Ist das so schwierig? Alles ist perfekt. Wir heiraten, wir ziehen bald ins Haus und ich BIN glücklich, - eigentlich. Wenn da nur nicht dieser Schatten wäre, den ich nicht loswerde und nach dem ich mich nicht getraue mich umzusehen...
Ich stehe auf einer Felsklippe in einer Umgebung, in der nur Felsen zu sehen sind. Es ist grau um mich herum und kalt. Vor mir öffnet sich ein unendlicher Abgrund. Ich sehe kein Ende, sondern nur, dass er tiefschwarz wird. Je länger ich nach unten sehe umso schwindliger wird mir und es scheint, als ob die Schwärze mir entgegenkommt. Ein eisiger Wind weht und zerrt an mir. Er lässt mich erschauern. Ich bin ganz alleine und fühle mich unenedlich einsam, traurig und hilflos. Das Schwarz kommt, es hüllt mich ein und ich weiss nicht ob ich falle, oder immer noch auf der Klippe stehe... Und dieser Fall dauert ewig... Tagelang.
Im Moment kann ich am Tag noch normal funktionieren. Doch jeden Abend, wenn ich ins Bett liege, oder schon auf dem Sofa, beginnt dieser innere Schmerz. Er zerfrisst mich und ich beginne zu weinen. Er schüttelt mich bis ich vor Erschöpfung einschlafe. Ich kann es nicht erklären, kenne weder den Grund noch ein Argument dafür, und kann auch nicht aufhören. Der Abgrund scheint dann so verlockend...
Wie schwierig muss das für einen Partner sein? Ich möchte weg, ihn damit nicht belasten, ihm nicht dasselbe hilflose Gefühl geben. Mir selber möchte ich diese Blösse nicht geben und einfach alleine sein. Ganz alleine. Ich schaff das schon. So war es schon immer. Mein Leben. Grausam und einsam.
Ich will es versuchen, will ihm die Möglichkeit geben für mich dazusein. Doch kann ich das? Habe ich nicht zu grosse Angst? Angst dass er mich verlässt, weil ich so schwierig und kompliziert bin? Was für schöne und harmlose Ausdrücke - weil ich so krank bin! Jedes Mal hatte ich Angst vor der Enttäuschung, dass der Andere dem nicht gewachsen ist. Ich weiss es ja von mir selbst nicht einmal. Nur habe ich es schon oft durchlebt. Ein Partner kennt das (meist) nicht. Wer könnte so etwas verstehen, wenn er es nie selbst erlebt hat? Auch ich könnte das nicht. Wer will mit so einer Person sein Leben verbringen? Jeden Abend trösten müssen, keine Nähe und keinen Sex dafür erhalten und keine Ahnung haben worum es geht und wie es heilbar ist? Falls es jemals zu heilen ist... ??? Männer brauchen etwas anderes und genau das macht mir so unendlich Angst. Aber ich verstehe es. Und weil ich es unterdessen verstehe habe ich es mit der Zeit als besser angesehen, wenn ich mich zurückziehe. Den Partner verlasse und ihn nicht mehr an Zeit und Kraft zu berauben als nötig. Früher oder später würde er sowieso aufgeben. Vielleicht habe ich auch schon aufgegeben und versuche nur mich mit meiner kaputten Existenz irgendwie zu arrangieren. Von Phase zu Phase hangeln und dabei möglichst die Tiefen überleben. Doch manchmal erscheint es mir sinnlos, denn es hört nie auf und der Schmerz ist allumfassend, abgrundtief und für mich unergründlich. Wenn ich nur wüsste was dahinter steht. Ginge es mir dann wirklich besser? Es ist doch nicht möglich, dass ich mich GAR nicht erinnere!!!?!!! Es ist nicht möglich... Ich mag nicht mehr...
Ich möchte einfach nur glücklich sein! Ist das so schwierig? Alles ist perfekt. Wir heiraten, wir ziehen bald ins Haus und ich BIN glücklich, - eigentlich. Wenn da nur nicht dieser Schatten wäre, den ich nicht loswerde und nach dem ich mich nicht getraue mich umzusehen...
Lexx77 - 20. Feb, 20:29
