Freitag, 1. April 2011

Entscheid

Am Montag gehts nun nach Susch. Ich habe Angst. Vor mir.

Donnerstag, 24. März 2011

Maske

Jetzt haben sie doch angerufen und ich habe meine Maske azfgesetzt. Sie dachte ich bräuche dann wohl eine Standortbestimmung. So ein Scheiss. Vielleicht auch, aber vor allem brauche ich mal Ruhe. Und Erholung. Und dann vielleicht einen Blick in die mögliche Zukunft. Ich kann im Moment überhaupt nicht über eine Zukunft nachdenken. Warum erkennt mich niemand? Warum kann ich nicht meine wahren Gefühle ausdrücken? Es ist zum - zum verrückt werden. Was muss ich denn noch tun? Warum glaubt mir niemand? Dieses verdammte, falsche Gesicht. Ich hasse mich. Vielleicht hab ich's mir jetzt sauber selber versaut. Am Samstag muss ich zum Gespräch. Mein Mann bringt mich hin. Er tut wirklich was er kann.
Ich habe Schmerzen und es fühlt sich so an, als ob mein Unterleib innerlich brenne. Daran habe ich keine Erinnerung mehr vom letzten Mal. Ich kann nicht seitlich liegen und somit kaum schlafen, da ich immer seitlich schlafe. So muss ich warten bis mich die Erschöpfung übermannt.

Mittwoch, 23. März 2011

Danach

Nun bin ich wieder zu Hause. Die OP ist gut verlaufen und meine Zimmernachbarin, eine ältere Dame, war äusserst erfreulich. Jetzt liege ich zu Hause und es geht mir nicht so gut. Einerseits habe ich Schmerzen und andererseits weiss ich immer noch nicht wie weiter. Mein Mann hat versucht ein paar Tage frei zu machen, aber im Moment ist es nicht möglich nach seinem Chef. Ich fühle mich ausser Stande ein lange Autofahrt in die Clinica Holistica zu unternehmen. Ich mag ja kaum sitzen im Moment. Meine Stimmung ist seltsam. Niedergeschlagen bis verwirrt. Seltsamerweise war mir das Spital fast lieber. Dort muss man kein schlechtes Gewissen haben beim herumliegen und das Essen wird auch automatisch gebracht. Fast wünschte ich, ich könnte zurück. Dass ich mir da blos keinen Scheiss wünsche! Jedenfalls muss man jetzt auf die Auswertung der Gewebeproben warten. Und auf das Telefonat der Klinik.

Montag, 21. März 2011

Kurz davor

Morgen muss ich in das Krankenhaus. Ich kann nicht schlafen und habe Angst vor den zwei Nächten dort. Am liebsten würde ich die schlafend oder bewusstlos verbringen. Eigentlich müsste ich ja froh sein, dass ich lediglich zweieinhalb Tage dort verbringen muss. Hoffentlich. Ich wünschte, es wäre alles schon vorbei!

Freitag, 18. März 2011

Die Würfel...

Jetzt steht es also fest. Am Dienstag werde ich operiert. Vorerst wird noch versucht das Wesentliche an seinem Platz zu lassen, sofern möglich. Diesmal ist es nicht mehr ambulant möglich sondern ich bin von Montag bis Mittwoch im Spital.
Danach wird man sehen, wie schnell eine Überweisung ins Engadin möglich sein wird.
Meine Seelenklempnerin hat mir noch einmal ins Gewissen geredet, dass es auf keinen Fall geht, schon wieder zu arbeiten und ich diese Auszeit nehmen sollte. Mich zerreisst's nämlich schon wieder.
Der Arzt meinte weiter, dass eine Streuung nicht der Fall wäre. Und doch habe ich diese elenden, irrationalen Ängste. Geschweige denn vor der Operation.

Warten

Unmöglich zu schlafen. Hab nochmal das Netz durchforstet nach meinem Befund und den Möglichkeiten, sowie der Prognosen. Was mir Sorgen macht ist, dass es bereits das zweite Mal in diesem Stadium ist. Mir scheint sie haben nicht alles erwischt. Ich habe Angst, dass er vielleicht doch schon irgendwohin gestreut hat. Vermutlich nicht, aber die Angst lässt mich nicht los.
Soll ich nicht doch besser einfach alles operieren? Dann wäre es erledigt...
Hoffentlich weiss ich mehr in 7 Stunden.

Donnerstag, 17. März 2011

Das grosse Warten

Die Tage fliessen zäh wie Blei. Das Warten auf die Zweitmeinung hat morgen ein Ende. Ist es schon so weit fortgeschritten, dass ich sofort operieren muss? Und soll ich dann, um die Chance einer zweiten Operation zu mindern gleich die Gebärmutter mitoperieren? Dann wäre dieses Thema endluch ganz durch. Oder würde sich dann der Krebs einfach eine andere Schwachstelle suchen?
Es ist schon verrückt, obwohl ich nicht religiös bin, frage ich mich immer wieder, ob dies die "gerechte" Strafe Gottes ist für mein ausschweifendes Leben. Dann wenn man ruhig wird, sich niederlässt und vermeintlich in Sicherheit wähnt, dann ... Die wilden Zeiten längst passé, dann schlägt er zu. Ganz hinterhältig. Er - Gott und der Krebs.
Wie abstrus sich manches dreht, wenn man nur genügend Zeit hat es zu wälzen. Die letzten drei Jahre hatte ich kaum Zeit, und nun wieder alle der Welt. Vorübergehend.
Neuanfang? Oder verändert zurück ins alte Leben? Will ich diese ganze enge Struktur? Brauche ich sie, oder kann ich meine eigene schaffen? Hab ich dann versagt? War ich zu wenig stark? Zu wenig belastbar? Das quält mich. So will ich nicht sein. Überschätze ich mich? Ver-schätze ich mich? Werde ich darauf Antworten finden?

Dienstag, 15. März 2011

Knocked out

Jetzt ist es also soweit. Entweder zuerst operieren und dann Klinik, oder umgekehrt. Aber auf jeden Fall Stop. Burn-out ist der Name, aber es steckt so vieles dahinter.

Alte Gewohnheiten

Hab mich oft gefragt, ob ich jemals wieder etwas schreiben werde. Hier. An diesem verlassenen Ort.
Alles beim Alten. Sollte man alte Gewohnheiten wieder aufnehmen? Sind meine nicht meist selbstzerstörerisch? Ich kann mich kaum daran erinnern, was los war als ich das letzte Mal hier schrieb.
Doch an andere Dinge und im Speziellen an andere Menschen kann ich mich erinnern. An jede Begegnung. Berührungen, Träume, Hoffnungen und Enttäuschungen. Es gibt Menschen, deren Begegnungen ragen wie Leuchttürme aus meiner Erinnerung. Mahnend, den Weg weisend, aber auch verwirrend und blendend.
Warum kann man, kann ich! so vieles nicht aussprechen? Habe ich so grosse Angst vor der Enttäuschung?
Ich bin krank. Wieder. Wieder soll ich operieren. Doch ich glaube es ist alles im Kopf. Ich bin ein paar Mal falsch abgebogen im Leben und nun habe ich mich verlaufen. Bin in einer Sackgasse gelandet. Es gelingt mir nicht mehr das Gute zu sehen. Ich fühle mich dumpf und leer. Ich verstehe nicht weshalb mich die Freiheit so anzieht. Das wird meinem Mann, der alles für mich tut und immer für mich da ist, nicht gerecht. Überall ist es, das schlecht Gewissen. Ich sollte arbeiten, putzen, kochen, den Garten bestellen, ich sollte noch viel grundlegenderes, duschen zum Beispiel oder essen. Ich sollte mich nicht nach einem anderen Leben sehnen, wenn ich doch dieses mitgestaltet und erschaffen habe. Ich sollte nicht allein sein, oder Gott bewahre mit jemand anderem zusammen sein, wenn ich so einen tollen Mann habe.
Es scheint nichts am richtigen Platz zu sein. Und ich sowieso nicht.
Warum nur darüber schreiben? Interessiert doch sowieso niemanden! Doch Tagebuch kommt nicht in Frage. So bleibt einzig das weite Netz.
Ich werde die Erinnerungen nicht los. Diese herausstechenden Bilder und Gefühle. Wie wenn es soeben passiert wäre. Was muss ich tun, um das abhacken zu können?

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Wohin des Weges?

Wohin das nur alles führt? Heute habe ich erneut einen Termin beim Doktor. Von meinem Vater habe ich immer noch nichts gehört. Langsam bin ich nicht mehr versöhnlich gestimmt, sondern so verletzt wie früher. Das heisst Kampf, Angriff und Schmerz, falls wir jemals wieder aufeinander treffen sollten. Ich habe keine Lust mehr Verständnis zu haben. Keine Geduld mehr. Keinen Bock auf dieses ganze Theater. Ich mag nicht grossmütig sein, über allem stehen und alles begreiffen.
Ihr könnt mich alle mal!

Aktuelle Beiträge

Entscheid
Am Montag gehts nun nach Susch. Ich habe Angst. Vor...
Lexx77 - 1. Apr, 23:44
Maske
Jetzt haben sie doch angerufen und ich habe meine Maske...
Lexx77 - 24. Mrz, 00:45
Liebe Sravana, herzlichen...
Liebe Sravana, herzlichen Dank für Deine lieben...
Lexx77 - 23. Mrz, 21:07
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Die Ungewissheit muss schrecklich sein. Ich wünsche...
sravana - 23. Mrz, 19:59
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Nun bin ich wieder zu Hause. Die OP ist gut verlaufen...
Lexx77 - 23. Mrz, 14:36

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