Mittwoch, 27. Februar 2008

Gut - Sehr gut

Das ist meine Quali für die letzten zweieinhalb Monate. Balsam für die Seele und gute Chancen für die Zukunft.
Jetzt müssen nur noch die Bewerbungen klappen. Wir dürfen jetzt doch auch schon. Das macht mich etwas nervös, dafür ist es dann schon durch und ich kann mich darauf einstellen. Bitte drückt mir die Daumen, dass es klappt dort wo ich es mir wünsche! Das wäre momentan noch das Tüpfelchen auf dem i.

Heute geht es mir auch gut - sehr gut. Das ist schön und fühlt sich gut an.

Sonntag, 24. Februar 2008

Reines Weiss

Freitag Reise ins Skigebiet. Uralter Freund, seit ewig kein Kontakt. Ganz alte Geschichten, endlich wieder ganz mich selber sein, ohne verstellen. Endlich über einschlägige Erfahrungen von früher wieder einmal sprechen können, über Lebenseinstellungen in einer alternativen Ecke und nicht in diesem konservatien Kostüm. Endlich mal wieder abhängen bei guter elektronischer Musik und über das Leben philosophieren, so wie früher. Wie oft haben wir zusammen aufgelegt? Wie oft die krassesten Nächte in den schrägsten Zuständen durchlebt? Wie nahe haben wir gelebt und Teile des Lebens zusammen verbracht? Ich bin ich. Und mit diesen Menschen kann ich ich sein. Ganz. Nicht nur zum Teil.
Am Samstag früh aufstehen, hät's fast auf die erste Bahn geschafft. Ohne Scheiss, hab sie um eine Minute verpasst. Der Schnee - ein Traum. Das Wetter - perfekt! Was will man mehr? Gut geschlafen, ein kleiner Spaziergang, Sonne tanken und ab nach Hause. Ich hatte schon lange nicht mehr so ein tolles Wochenende!

Freitag, 22. Februar 2008

2 Tage Schnee

Vielleicht hilft es ja ein wenig... Ich bin völlig apathisch. Leider. Die zwei Tage werde ich mit einem alten Kollegen verbringen, den ich schon lange Zeit nicht mehr gesehen habe. Hoffentlich versaue ich's nicht. Am Liebsten würde ich mich verkriechen. Aber ich werde gehen. Das Leben ist zu kurz um es zu verpassen...

Mittwoch, 20. Februar 2008

Kaputt

Ich bin ein kaputter Mensch. Seit ich denken kann ist kein "normaler" Sex möglich. Seit ich mich erinnern kann hatte ich immer Angst, war voller Scham und Ekelgefühlen. Als Teenager dachte ich es läge an der Entwicklung. Dann hatte ich Vermutungen aber keine Erinnerung. Danach habe ich es vergessen. Nicht mehr darüber nachgedacht. Immer wieder haben mich schwarze Löcher, Depressionen und Angstzustände verschlungen. An ein gesundes Selbstwertgefühl war nie zu denken. Nun habe ich zum ersten Mal meine Vermutung laut geäussert. Weil er es einfach nicht verstanden hat, all die Andeutungen, alles was zwischen den Zeilen stand. Aber er muss es verstehen. Denn Nähe ist momentan nicht möglich. Jeden Abend weine ich - grundlos. Berührungen sind schwierig und am Liebsten würde ich weglaufen. Mich verkriechen. Wie immer. Doch ich habe es ihm erklärt. Ich habe gesagt, dass sich mein Leben immer wieder ungefähr so anfühlt:
Ich stehe auf einer Felsklippe in einer Umgebung, in der nur Felsen zu sehen sind. Es ist grau um mich herum und kalt. Vor mir öffnet sich ein unendlicher Abgrund. Ich sehe kein Ende, sondern nur, dass er tiefschwarz wird. Je länger ich nach unten sehe umso schwindliger wird mir und es scheint, als ob die Schwärze mir entgegenkommt. Ein eisiger Wind weht und zerrt an mir. Er lässt mich erschauern. Ich bin ganz alleine und fühle mich unenedlich einsam, traurig und hilflos. Das Schwarz kommt, es hüllt mich ein und ich weiss nicht ob ich falle, oder immer noch auf der Klippe stehe... Und dieser Fall dauert ewig... Tagelang.
Im Moment kann ich am Tag noch normal funktionieren. Doch jeden Abend, wenn ich ins Bett liege, oder schon auf dem Sofa, beginnt dieser innere Schmerz. Er zerfrisst mich und ich beginne zu weinen. Er schüttelt mich bis ich vor Erschöpfung einschlafe. Ich kann es nicht erklären, kenne weder den Grund noch ein Argument dafür, und kann auch nicht aufhören. Der Abgrund scheint dann so verlockend...
Wie schwierig muss das für einen Partner sein? Ich möchte weg, ihn damit nicht belasten, ihm nicht dasselbe hilflose Gefühl geben. Mir selber möchte ich diese Blösse nicht geben und einfach alleine sein. Ganz alleine. Ich schaff das schon. So war es schon immer. Mein Leben. Grausam und einsam.
Ich will es versuchen, will ihm die Möglichkeit geben für mich dazusein. Doch kann ich das? Habe ich nicht zu grosse Angst? Angst dass er mich verlässt, weil ich so schwierig und kompliziert bin? Was für schöne und harmlose Ausdrücke - weil ich so krank bin! Jedes Mal hatte ich Angst vor der Enttäuschung, dass der Andere dem nicht gewachsen ist. Ich weiss es ja von mir selbst nicht einmal. Nur habe ich es schon oft durchlebt. Ein Partner kennt das (meist) nicht. Wer könnte so etwas verstehen, wenn er es nie selbst erlebt hat? Auch ich könnte das nicht. Wer will mit so einer Person sein Leben verbringen? Jeden Abend trösten müssen, keine Nähe und keinen Sex dafür erhalten und keine Ahnung haben worum es geht und wie es heilbar ist? Falls es jemals zu heilen ist... ??? Männer brauchen etwas anderes und genau das macht mir so unendlich Angst. Aber ich verstehe es. Und weil ich es unterdessen verstehe habe ich es mit der Zeit als besser angesehen, wenn ich mich zurückziehe. Den Partner verlasse und ihn nicht mehr an Zeit und Kraft zu berauben als nötig. Früher oder später würde er sowieso aufgeben. Vielleicht habe ich auch schon aufgegeben und versuche nur mich mit meiner kaputten Existenz irgendwie zu arrangieren. Von Phase zu Phase hangeln und dabei möglichst die Tiefen überleben. Doch manchmal erscheint es mir sinnlos, denn es hört nie auf und der Schmerz ist allumfassend, abgrundtief und für mich unergründlich. Wenn ich nur wüsste was dahinter steht. Ginge es mir dann wirklich besser? Es ist doch nicht möglich, dass ich mich GAR nicht erinnere!!!?!!! Es ist nicht möglich... Ich mag nicht mehr...
Ich möchte einfach nur glücklich sein! Ist das so schwierig? Alles ist perfekt. Wir heiraten, wir ziehen bald ins Haus und ich BIN glücklich, - eigentlich. Wenn da nur nicht dieser Schatten wäre, den ich nicht loswerde und nach dem ich mich nicht getraue mich umzusehen...

Mittwoch, 30. Januar 2008

Neu

In einer schon wieder neuen Abteilung kann ich jetzt ermitteln während drei Wochen. Das ist auch furchtbar spannend und ich kann mich in gewisse Dinge richtig reinbuddeln und auch ein wenig verbeissen. Super! Ich versuche das noch zu geniessen bevor es wieder in Uniform auf die Strasse geht...

Samstag, 19. Januar 2008

Schlimmer

Jetzt war ich sogar einkaufen und gewaschen hab ich auch. Unglaublich. Heute Abend werden wir noch zur Probe in einem Restaurant essen, das wir im Auge haben für unsere Hochzeit.
Ich habe mich an die gleissende, helle Sonne gewagt, unter all die komisch glotzenden Erdenbürger. In ein Einkaufszentrum noch dazu! An einem Samstag!!! Das ist ine Höchstleistung für mich!
Jetzt bin ich weinerlich drauf, sowie nach einer unheimlichen. körperlichen Anstrengung, nach der man am Ende seiner Kräfte ist und nur aus Erschöpfung heult. Hoffentlich habe ich noch etwas Nerven übrig für heute Abend und das Essen. Unsere Beziehung leidet etwas unter meiner Schichtarbeit. Obwohl er momentan immer noch nicht wieder arbeitet. Im Februar soll er es mit 50% wieder versuchen. Aber ich zweifle den Erfolg an. Es scheint mir nicht, dass er sich erholt und immer noch glaube ich, dass er sein Burn-out unterschätzt.

Ich hör' schon die Sirenen, um 1430 ist es losgegangen...

Nachtschicht

Nach gerade mal 2 1/2h Schlaf nach einer 12h Nachtschicht und am Nachmittag davor nur 2h Schlaf befinde ich mich im totalen Delirium. Die Sonne scheint draussen und nervt mich nur unheimlich. Die drei Wochen sind vorbei in der Stadt zivil unterwegs sein. Clubs besuchen und in doofe Gesichter sehen wenn man den Ausweis zeigt. Es hat mir super gefallen. Und doch...
Die Gewalttätigkeit gewisser Menschen verstehe ich nicht. Das Adrenalin schiesst durch den Körper, das Herz rast zum zerbersten und ich weiss es ist kein Film. Jeden Moment kann - und wird - es eskalieren. Völlig durchgeknallt, total besoffen, vollgepumpt mit Drogen, oder auch einfach sonst völlig gestört. Ohne Grund. Menschen die sich selbst so krass verletzten, in Wände rennen, sich so stark wehren dass es drei oder vier braucht um sie festzuhalten. Immer noch habe ich Angst. Und nie darf man sie zeigen. Ich träume schlecht, im Dämmerschlaf des Deliriums verwischt die Grenze von Traum und Realität, nur die Adrenalinschübe sind real. Vielleicht kann ich auch deshalb nicht mehr schlafen. Langsam erhalte ich eine Ahnung, weshalb viele ein Alkoholproblem haben. Damit lässt es sich besser schlafen und auch vergessen.
Seit einer halben Stunde hat unser Pikett begonnen wegen den Demos. Auch bei uns ist eine angesagt. Aber aufgerufen wurde ja vor allem nach Bern. Zum Glück für uns. Obwohl ich selbst auf jener Seite stand habe ich weder damal, noch verstehe ich heute die Gewaltbereitschaft. Das nützt doch einfach niemandem was, ausser das man aufgestaute Wut ablassen kann an einem künstlich erhaltenen Feindbild. Wenn man jemanden so provoziert, dann muss irgendwann eine Reaktion kommen. Nur damit sie dann sagen können "wir wussten ja wie brutal sie vorgehen?" Ich würd gern euch Kinder sehen, wenn euch Scheisse um die Ohren fliegt, ihr Steine im Gesicht habt und eine 1 1/2l Flasche voller Sand direkt auf euch zufliegt. Aber klar, wir sind die Brutalos. Glaubt mir, ich würde lieber zu Hause bleiben! Oder an einer friedlichen Demo mitlaufen. Nur leider ist dies ja kaum möglich.

Warum ist diese Sonne blos so hell? Und warum seh ich so Scheisse aus? Ich fange an zu verstehen was es mit all den Klisches der Bullen auf sich hat und das fast alle ihre Berechtigung haben. Man bewegt sich in einem gewissen Millieu (jeh nach Arbeitsplatz), es gibt Dinge die sich schwer wegstecken lassen, man hat praktisch nur mit den Wixern dieser Welt zu tun, man entwickelt eine ruppigere Art, die viele nicht verstehen und man wird verschlossener. Es wird schwieriger zu Hause Dinge zu erklären, man hält sich mehr an Kollegen, das nagt am zu Hause, was wiederum dazu führt, das man sich mehr an die Kollegen hält und das "gewohnte Millieu"...

Meine Augen brennen und ich kann kaum bis zum Bildschirm sehen. Die sollen sich blos ruhig verhalten hier, ich kann nicht ausrücken jetzt.

Donnerstag, 10. Januar 2008

Verschiedenes

Mein Praktikum in zivil hat begonnen. Ich bin mich noch gar nicht gewöhnt in Bars und Clubs zu gehen und eine Waffe zu tragen. Das fühlt sich seltsam an. Ich habe immer das Gefühl, dass es einem alle ansehen. Aber spannend ist es alleweil! Obwohl ich momentan nicht mehr allzuviel darüber schreiben möchte.

Letztes Wochenede habe ich einen Krav Maga Kurs gemacht. Das war wirklich super. Um ehrlich zu sein haben mir die zwei Tage viel, viel mehr gebracht, als das ganze Jahr in der Schule, oder die 4 Jahre Karate. Einfach auf die Eier und den Kopf halten. Das ist eigentlich so einfach, aber man kann es nie an jemandem üben. In diesem Kurs durften wir das. Ich werde bestimmt wieder einen machen. Das war wirklich toll! *grins*

Mein Schatz ist seit Weihnachten zu Hause geblieben. Der Arzt hat ihn krank geschrieben. Burn-out. Ich bin froh, dass er sich nun mit sich selbst auseinandersetzen muss und sich auf die Suche nach dem, was ihn glücklich machen könnte macht. Sicherlich tönt das seltsam, aber ich mache mich auch darauf gefasst, dass nicht ich es bin, der ihn glücklich machen kann. Schliesslich ist mir in solchen Selbstfindungsphasen auch schon passiert, dass ich dann plötzlich das Gefühl hatte, das auch die Beziehung nicht die richtige sei. Ich möchte einfach, dass er glücklich ist, dass es ihm gut geht und er endlich wieder Freude am Leben hat. Ausserdem bin ich erschöpft davon, sein Lebensmittelpunkt zu sein. Ich möchte mein eigenes Leben wieder fester in die Hand nehmen, einen Kollegenkreis aufbauen und pflegen, was mir bis jetzt hier ja nicht so gelungen ist. Natürlich habe ich auch Angst davor, aber es wir schon alles so werden, wie es eben sein muss.

Mir selbst geht es gut. Nicht zuletzt dieser Kurs am Wochenende hat mir Selbstvertrauen gegeben. Auch die Arbeit zivil macht mir Spass und ich bin überzeugt, dass es Orte gibt in diesem Beruf, wo ich mich wohlfühlen kann. Das beruhigt mich doch sehr.

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Stellenausschrieb

Nun sind die Stellen für die Notrufzentrale ausgeschrieben (für Zivile!!! Gott weiss aus was für finanzpolitischen Antrieben heraus!)) und ich würde sooooooo gerne dort arbeiten. Leider bin ich noch zu jung dafür. Also dienstaltermässig. Ausserdem bin ich ja nicht zivil.
Heute morgen habe ich 2 1/2 Stunden verbracht mit der Gruppe, in der ich 10 Tage eingeteilt war dort. Ich habe mich so wohl gefühlt und die Stimmung ist einfach gut. So stelle ich mir das Arbeiten eben vor. Hoffentlich finde ich auch so eine Stelle an der Front!!!
Mein erster Nachtdienst alleine ist realtiv ruhig verlaufen. Bald habe ich den nächsten.

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